Nach der Übernahme der Hausherrenpflichten durch das Kronprinzenpaar im Jahr 1867 kümmerte sich die praktisch veranlagte siebenundzwanzigjährige und mehrfache Mutter Victoria nicht nur um Milchvieh, Federvieh, Schweine und Schafe, sondern legte auch einen Obst- und Kräutergarten für den eigenen Bedarf an. Im Zusammenwirken mit Emil Sello, mit dem das Kronprinzenpaar sehr vertraut umging, wurde dann die von Lenné im Verschönerungsplan für Bornstedt angeordnete Rasenfläche zwischen Herrenhaus und See nach dem Vorbild englischer Farmgärten umgestaltet. Der Rosengarten entstand. Auf älteren Darstellungen sind noch die dominanten Bäume, vermutlich Platanen, zu erkennen, die in die Gestaltung einbezogen wurden. Die an den Festons rankenden Rosensorten ließ die Kronprinzessin aus ihrer Heimat kommen wie auch die zur Pflege nötigen Rasenmäher. Ergänzt wurde die Bepflanzung des Areals durch die erklärte Blumenfreundin Victoria mit Rhododendren, Veilchen und Pfingstrosen. Ihr zu Ehren wurden noch kurz vor ihrem Wegzug nach Kronberg eine Bourbonrose, zwei Teerosensorten, ein Veilchen und sogar eine Potsdamer Orchidee benannt.
Nach der Rekonstruktion wurde das Rosengartenparterre in den alten Dimensionen neu angelegt und bepflanzt. Dominant sind nun die hochstämmigen weißen Schneewittchenrosen, die zwischen die berankten Festons gesetzt wurden. Die cremeweißen Heckenrosen La Paloma 85 und die hochstämmigen roséfarbenen Pink Fairy vom Züchter Tan Tau ergänzen die Anlage und blühen zur Freude der Besucher bis weit in den Herbst hinein.
Der Rosengarten kann im Rahmen einer Veranstaltung bspw. als Bereich für einen Sektempfang genutzt werden.